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Lesen!

Wer unter „studieren“ mehr versteht als Scheine zu sammeln und einen Abschluss zu machen, wird aus eigenem Interesse lesen. Es gibt, durch viele Studien belelgt, keine bessere Methode, sich auf wissenschaftlichem Niveau in ein Thema einzuarbeiten, als die Lektüre von Fachbüchern, Aufsätzen und Artikeln – und den Diskurs darüber.

Lesen Sie längere Texte auf Papier. Konzentration und Gedächtnisleistung sind höher, der Lerneffekt größer, das Ablenkungspotential deutlich geringer als am Bildschirm. Auch wenn es populär ist, anderes zu behaupten: Videos zu schauen und Multiple Choice-Fragen zu beantworten, reicht nicht. Auch „game based learning“ mag unterhaltsam sein, lernförderlich ist es nicht. Lesen hingegen schon.

Studieren bedeutet in Anlehnung an seine ursprüngliche Bedeutung des lateinischen „studere“  nach etwas streben, sich selbst (!) um etwas bemühen“, sich eigenständig und intrinsich motiviert etwas zu erarbeiten. Neugier, Ausdauer und Konzentration sind dabei hilfreich. Es kann (muss) auch mal anstrengend sein (dürfen). Der „Lohn“ wird weder in Credit Points noch in Noten angegeben, sondern im Verständnis und einem erweiterten Blick auf das eigene Fach, die Nachbardisziplinen und den historischen, sozialen und kulturellen Kontext. Für die Studierenden der Fakultät M+I gilt: Nur wer „eingelesen“ ist kann sinnvoll mitdiskutieren. Für alle gilt: Wer liest, hat und versteht mehr vom Leben.